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Erfahrungsbericht
„Mein Zuhause ist dort, wo mein Boot ist."


Wir, das sind 4 Freundinnen aus Schulzeiten.

Nach jahrelangen Willensbekundungen beschließen wir jetzt eine Damenfahrt auf dem Shannon zu machen. Keine hat Erfahrung, keine je ein Boot gesteuert - aber wir sind alle wild entschlossen das Abenteuer einzugehen. Nach großer Begrüßung am Dubliner Flughafen geht’s gleich los. Mit dem Mietwagen auf der linken Straßenseite zum Einkaufen und dann zur Marina und Bootseinweisung.

Eine Silver Spray von SILVER LINE CRUISERS wartet, von uns erobert zu werden. Schon vorher versprechen wir den Daheimgeblieben, täglich LOGBUCH-Einträge zu schicken.

LOGBUCH Tag 1:
Irgendetwas läuft schief hier!
Wir kommen aus dem Lachen nicht mehr raus. Katja zieht sich ihre Jeans schon das dritte Mal falsch herum an. Erstes Frühstück und das Beste: Sonnenschein und blauer Himmel. Haben viel Spaß und freuen uns auf die erste Tagesfahrt und vor allem auf Katjas erstes Anlege-Manöver.

LOGBUCH Tag 2:
12.00h: Besichtigung von Clonmacnoise bei grauem Himmel.
13.00h: Scones und Kaffee nur unter Deck möglich.
14.00h: Sonne kommt heraus, auf dem Shannon ist nicht viel los, grüne Wiesen, bunte Blumen und Kühe. Bier und Wein satt. Idylle pur. 15.00h: Unsere erste Schleuse liegt vor uns. Geschafft! Mit vielen lauten Anfeuerungsrufen und Tränen in den Augen.
16.00h: starker Wellengang kommt am Lough Ree auf. Falsche Richtung genommen, Karte falsch gelesen. Richtung ändern, und jetzt wird‘s sehr holprig. Unter Einsatz aller Kraft versucht Heike, das Geschirr unter Deck zu retten. Nur ein einziges Weinglas geht kaputt. Wir lernen schnell, was starker Wind und Wellengang bedeuten. Blasse Gesichtszüge machen sich auf Susannes Gesicht breit. Mädels! Es wird gleich besser.
16.30h: Bettina verpasst unsere Parklücke in Glasson. Wir fahren einfach weiter, wir müssen weiter, wenn wir nicht die Lacher aller anderen Bootsleute auf unserer Seite haben wollen. Bestimmt nur passiert, weil die Kapitänsmütze fehlte.
17.00h: Anlegen am Wineport Steg hat prima geklappt. Wir sind ja auch die Einzigen dort. Wir dürfen die Nacht hier verbringen. Prima Essen, nette Location.
18.15h: Eine Armada von Booten trifft ein mit gefühlten 20 Teenagern an Bord. Es wird lebhaft. Abendsonne und Golfplatz. Wir sitzen bei Wein & Bier und schaukeln im Wind.
Es wird weit nach Mitternacht, bis wir endlich zufrieden ins Bett finden.

LOGBUCH Tag 3:
Das Ablegen ist etwas chaotisch. Susanne muß die Taue am Steg lösen und unser Boot treibt sofort ab Richtung Schilf.
Sie schafft es nicht an Bord, will aber auch nicht die anderen Leinen lösen. Und da ist es passiert: wir treiben ab, sie ist noch an Land. Kein Pass, kein Handy, kein Geld - das Boot ist weg - und alle schauen zu. Na super.
An Bord wird eine Münze geworfen, ob man Susanne noch braucht. Heike schafft das Anlegemanöver, besonders unter Zuschauerdruck prima - alle wieder an Bord, große Freude!

LOGBUCH Tag 4:
Es ist gemütlich in den Kajüten.
Wir stehen zunehmend später auf. Grandioses Frühstück mit Obst, Eiern, Speck und Würstchen. Heute klappt es mit dem Liegeplatz in Athlone auf Anhieb. Die Schleuse macht Mittagspause, wir machen einen Kaffee draußen bei bombigem Wetter. Shoppen in Athlone. Oh wie öde-lieber Abenteuer auf dem Shannon. Auf der Strecke kein Gegenverkehr.
Manche Reiseführer sagen, der Shannon sei überlaufen. Wir fragen uns, wie jemand so etwas schreiben kann? Bettina fährt heute zum ersten Mal. Mütze auf und los geht‘s. Abkürzen ist streng verboten. Es gibt Snacks und Bier an Deck.
Viele Enten, Fischreiher und Kormorane sind unterwegs. Helle Wolkenformationen wechseln sich mit erschreckend dunklen Wolkengestalten ab. Hoffentlich sind die schwarzen, tiefliegenden Wolken bald hinter uns. Der Angler im Fluss ist bis zur Wathosenkante im Wasser. Wir nehmen Gas weg. Wir wollen ja nicht, dass ihm die Büchs vollläuft. Ein Boot kommt uns entgegen. Platz machen und freundlich grüßen. Rooskey Dorf taucht auf. Pittoresk, traditionell, umgeben von saftig grünen Hügeln. Kühe, Schafe und Schwäne säumen das Ufer. Ein Schauer beginnt. Alle schießen Fotos mit ihren Handys.
Viele Erinnerungen werden damit bleiben. Plötzlich kommt das Nadelöhr. Rote und grüne Pole stehen jetzt erschreckend eng beisammen. Wer wo steht, wurde uns eindringlich bei der Bootseinweisung mitgeteilt. Jetzt bloß nichts falsch machen und Gelerntes abrufen. Die Sonne kommt raus und es wird erstaunlich warm. Vorne an Deck fehlen Weinglashalter, stellen die Damen fest.
Das Wasser des Shannon glitzert und schimmert braun durch den Torf. Wo sind die Menschen? Was ist eigentlich heute für ein Tag? Mittwoch. Wir sind erst seit vier Tagen unterwegs und haben schon so viel erlebt. Urlaub pur.

LOGBUCH Tag 5:
Im urigen Pub heute in Clondra werden wir wiedererkannt. Ah, ihr seid das Damenboot. Unser Ruf eilt uns voraus. Macht nichts, denken wir, denn die freundliche Herrentruppe gibt uns ein schmackhaftes, lokales Bier aus.
Prost ihr Lieben! Es war toll!